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  (13.03.2014)

Flottenfonds MPC Santa wirft den Rettungsanker und bittet zur Kasse

Erfurt, 17. März 2011. Die Schlagzeilen über vom Untergang bedrohte Schiffsfonds wollen einfach nicht abreißen. Nach den Meldungen über die insolvente Schwergut-Reederei Beluga aus Bremen trifft es nun auch den Flottenfonds MPC Santa P-Schiffe. Deren Anleger wurden von der Geschäftsführung zur Kasse gebeten. Mit sogenannten Nachschüssen in Höhe von knapp 9 Millionen Euro will MPC den Rettungsanker für den maroden Fonds werfen.

Charterraten reichen nicht mehr aus – Banken erteilen Absagen

Drei Containerschiffe des Flottenfonds MPC fahren aktuell ins Minus. Die erwirtschafteten Charterraten reichen nicht aus, um die laufenden Bankdarlehen zu bedienen. Betroffen sind die MS Santa Paola, die MS Santa Patricia und die MS Santa Phillipa. Der Bitte um eine erneute Tilgungsaussetzung erteilten die finanzierenden Banken nun eine klare Absage. Mehr noch: Banken, die in die Finanzierung des Flottenfonds eingebunden sind, fordern eine zügige Zahlung der bis dato aufgelaufenen Rückstände. Summa summarum ergibt sich für die sechs MPC Einschiffsgesellschaften ein Liquiditätsbedarf von aktuell 12 Millionen Euro. Das Leck in der Finanzierung werden wohl wieder einmal die Anleger abdichten müssen.

Schiffsfondsanleger sind nicht schutzlos

„Wie bei allen Anlagegeschäften, sind auch Schiffsfondsanleger in rechtlicher Hinsicht nicht schutzlos“, kommentiert Claudia Lunderstedt-Georgi, Vorsitzende des DVS. „Dies gilt im Besonderen, wenn die Anlagen von Finanzvermittlern oder Banken vertrieben wurden. Schadenersatzansprüche können immer dann geprüft werden, wenn gerade die Beratung in Sachen Risiko nicht ausreichend war. Bei Schiffsfonds können auch die Initiatoren des Fonds zur Rechenschaft gezogen werden. Ich nenne nur die Stichworte Prospekthaftung, Kick-Back und Falschberatung.“

Anleger, die das Gefühl nicht loswerden, dass ihr Geld in einem problematischen Schiffsfonds steckt, sollten ihre Ansprüche von Spezialisten prüfen lassen. Der DVS hat dazu eine eigene Arbeitsgruppe und arbeitet mit Rechtsanwälten zusammen, die sich auf das Kapitalanlage-Recht spezialisiert haben.


 

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